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Frauen öfter von Altersarmut bedroht
23.12.2016 09:05

Frauen öfter von Altersarmut bedroht

Aktuelle Zahlen der Deutschen Rentenversicherung zeigen: Frauen sind überproportional von Altersarmut bedroht. Während Männer im vergangenen Jahr im Schnitt eine gesetzliche Rente von 1.130 Euro erhielten, mussten Frauen - inklusive Hinterbliebenenrente - mit durchschnittlich nur 653 Euro pro Monat auskommen. Das reicht zum Leben kaum aus. Gerade Frauen sollten deshalb in Eigenregie finanziell vorsorgen.

Rund ein Drittel aller Bundesbürgerinnen in erwerbsfähigem Alter sorgt überhaupt nicht privat vor, das zeigen Umfragen - obwohl Vater Staat die private Altersvorsorge kräftig mit Zulagen und Steuervorteilen unterstützt. Davon profitieren junge Singlefrauen mit offener Lebensplanung genauso wie Mütter, die zusätzlich hohe Kinderprämien einstreichen können. Wegen der konkurrenzlosen staatlichen Förderung eignen sich vor allem Riester-Produkte oft hervorragend als Privatvorsorge für weibliche Bundesbürger. Bis zu 154 Euro Grundzulage schießt der Staat jährlich zu, für jedes Kind abhängig vom Geburtsjahr sogar bis zu 300 Euro. Förderfähig sind private Rentenversicherungen mit späterer Garantierente, Banksparpläne, Baufinanzierungen, betriebliche Altersvorsorge und Fondspolicen, die in konjunkturellen Boomphasen wie derzeit oft attraktive Rendite bringen.

Gut verdienende Frauen sollten auch nach dem Rürup-Modell vorsorgen und die hohen Steuervergünstigungen nutzen. Beiträge zu einem Rürup-Rentenvertrag lassen sich ab dem ersten Euro zu einem jährlich steigenden Prozentsatz als Sonderausgaben beim Finanzamt geltend machen, egal ob die steuerliche Höchstgrenze für Sonderausgaben bereits ausgeschöpft ist oder nicht. Übrigens: Das mit staatlicher Hilfe angesparte Kapital ist sowohl in der Riester- wie auch in der Rürup-Variante übrigens erstklassig geschützt. Selbst wenn man irgendwann auf Arbeitslosengeld II oder andere Sozialleistungen wie etwa Wohngeld angewiesen sein sollte, darf das Vorsorgekapital von der leistenden Behörde nicht angetastet werden, es bleibt voll für die spätere Privatrente erhalten.

(Quelle: Aragon Media (FT) / Kategorie: Vorsorge / Bild: Unsplash@pixabay)


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